Autismus Medicus
Autismus , biomedizin, Früherkennung und Therapie, Faraji,

Willkommen auf meiner Homepage

Jahrelang haben engagierte Eltern von Kindern mit Autismus oder AD(H)S bezüglich biomedizinischer Ansätze in der Therapie umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit geleistet.

Diese Homepage soll zum fachkundigen Austausch zum Thema moderner Therapiemöglichkeiten beim Autistischen Syndrom und ADS/ADHS beitragen.

Mit meiner Arztpraxis als erster professioneller Anlaufstelle, habe ich den Wunsch vieler betroffener Familien, biomedizinische Untersuchungen und Behandlungen in Deutschland zu praktizieren, realisiert. Inzwischen nehmen sogar viele Patienten aus anderen europäischen Ländern und dem fernen Ausland den weiten Weg zu uns in Kauf. Es ist mir aber bewusst, dass noch viel Pionierarbeit geleistet werden muss.

Dr. med. S. Faraji, Wetzlar


Wie wichtig ist die Früherkennung?

Es ist unumstritten, dass für Kinder aus dem Autismus-Spektrum, größtmögliche Erfolge nur bei sehr früher und konsequenter Therapie erzielbar sind.

Leider wird mit den Therapien in der Regel relativ spät (durchschnittlich im 5. Lebensjahr) begonnen. Meines Erachtens geht hierdurch viel entscheidende Zeit für die Diagnosestellung und die Einleitung einer erforderlichen Therapie (wenn diese überhaupt erfolgt) verloren:

Die Diagnosestellung erfolgt relativ spät…

  • aus Mangel an Information bei der Ärzteschaft
  • weil Autismus noch eine seltene Krankheit ist und daher bei Entwicklungsstörungen nicht immer daran gedacht wird
  • definitionsgemäß manifestiert sich Autismus „vor dem vollendeten dritten Lebensjahr“. Diese Aussage wird leider fälschlicherweise oft so interpretiert, dass ein Kind für die Diagnose erst drei Jahre alt sein sollte
  • weil viele Familien auf einen Termin zu Untersuchungen beim Facharzt und die Diagnose Monate lang warten mussten
  • wenn der Arzt den Verdacht hat, ist die Mitteilung der Verdachtdiagnose und die dadurch erforderlichen Aufklärungsgespräche mit den Eltern eine äußerst unangenehme und zeitaufwendige Aufgabe, die manche Ärzte u. U. noch Monate vor sich her schieben
  • viele Zentren bestehen auf eine stationäre Aufnahme über mehrere Tage, um angeblich den Patienten besser beobachten zu können. Eine Maßnahme, die die Eltern nicht besonders motivieren würde, dorthin zu gehen
  • Die allgemeine laienhafte Vorstellung über „das autistische Kind“ ist, dass es sich „abkapselt“ und mit anderen Menschen „nichts zu tun haben will“. Ich nenne das „Hollywood-Autismus“. Ein Phänomen, dass das Krankheitsbild nicht darstellt und viele Eltern, aber auch Fachleute irreführt, vor allem wenn der Patient anhänglich ist und Körperkontakte sucht.

Auch wenn sich die Eltern Dank des Internets und des immer besser werdenden Informationsflusses, im Vergleich zu vor wenigen Jahren, deutlich besser informieren können, werden die Symptome dem Krankheitsbild nicht direkt zugeordnet. Sie merken die Entwicklungsstörung vor allem dann, wenn sie ältere Kinder zum Vergleich haben und beschreiben diese dem Kinderarzt, der wiederum in überwiegender Mehrheit die „überängstlichen" Eltern „beruhigt“. In vielen Fällen geschieht erst etwas, wenn betroffene Eltern von Erziehern/innen, Ergotherapeuten, Nachbarn oder fremden Menschen auf den Verdacht auf Autismus angesprochen werden.

Was kommt nach der Diagnose?

Bevor für das betroffene Kind etwas passiert, müssen die Eltern sich mit der neuen Situation auseinander setzen. Einen solchen Schicksalsschlag zu verarbeiten, ist für Eltern ein Prozess der sich aus mehreren Phasen zusammensetzt und den alle Eltern durchmachen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Dauer und Intensität der einzelnen Phasen sehr verschieden sein können und dass sie unterschiedlich oft wiederholt werden.

Nach meiner Beobachtungen werden folgende Phasen, nicht immer dieser Reihenfolge oder so exakt voneinander abgegrenzt, vorkommen:

  • Nicht wahrhaben wollen
  • Wutreaktion. "Warum ich? Warum wir?"
  • Entschlossenheit: "Wir schaffen es!"
  • Resignation: Aufgeben, sich mit der Tatsache abfinden
  • Verdrängen
  • Zur „Normalität“ übergehen

Weil die Kinder sich selbst nicht helfen können, sind sie auf die Therapieangebote, die ihre Eltern für sie in Anspruch nehmen (können) angewiesen. Diese sind aber leider in vielen Fällen dem Zufall, wie bspw. dem Wohnort oder Erfahrungsberichten anderer Eltern über Therapien, die deren Kindern geholfen haben, überlassen.

Die wichtigsten Anlaufstellen für hilfesuchende Eltern sind:

  • Kinderärzte
  • Frühförderung der Lebenshilfe
  • Autismus-Therapie-Zentren des Bundesverbandes
  • Internet, individuelle Suchaktionen

Was nutzt wann wem ?

Das Angebot ist sehr vielfältig bis unüberschaubar. Die folgende, sicherlich immer noch nicht vollständige Liste ist alphabetisch und nicht systematisch „geordnet“ um das Zufallsprinzip deutlicher darzustellen.

- Affolter-Therapie
- Aplied Behavior Analysis
- Basale Kommunikation
- Basale Stimulation
- Bobath
- Craniocasraltherapie
- Delacato
- Delphintherapie
- Diäten
- Dunkelzimmertherapie
- Festhaltetherapien
- Frischzelltherapie
- Gestützte Kommunikation
- Hippotherapie, Reittherapie
- Homöopathie
- Kinästhesietherapie
- Lovaas
- Mikrobiologische Therapien
- Montessori
- Musiktherapien
- Neurofeedback
- Orthomolekularmedizin
- Osteopathie
- Physiotherapien
- Psychoanalytische Sozialarbeit
- Psychopharmaka
- Sensokinästhesietherapie
- Sensorische Integration nach Ayres
- Stammzelltherapie
- TEACCH
- usw.